„Als Trainer musst du auch mal lauter werden”

Dennis Usadel vom FC Elmshorn spricht zum Abschluss der Saison über die Unterschiede seiner Rollen auf und neben dem Platz.

Begonnen hat Dennis Usadel seine erste Saison beim FC Elmshorn als Spieler, beendet hat er sie als Trainer in der Nachfolge von Lars Lühmann. Usadel führte den Fußball-Landesligisten auf Tabellenrang neun. Trotz anhaltender Beschwerden mit der Achillessehne will er die Buffer noch nicht endgültig an den Nagel hängen, verriet der 38-Jährige im Interview zum Saisonende.

Als Spieler sind Sie auf dem Platz meist die Ruhe selbst gewesen, als der Trainer auf der Bank oft auf 180. Woher kommen diese Unterschiede im Verhalten?

Dennis Usadel: Ich glaube, als Trainer hast du eine andere Funktion und siehst das Spiel auch anders. Das sind verschiedene Positionen, wo du als Trainer den Jungs einfach nur helfen willst. Und da muss man von draußen eben auch mal lauter sein, sonst erreichst du keinen, es sei denn, du sprichst jemanden persönlich und direkt an.

Also gab es öfter den Drang, am liebsten wieder selbst die Buffer zu schnüren und mitzuspielen?

Ja, klar. Von außen kannst du eben wenig einwirken. Wenn du einen Fehler siehst und denkst: Das kannst du doch so oder so machen. Nicht, dass ich alles perfekt mache, aber du siehst es anders.

War es schwer für Sie, über einen großen Teil der Saison ausschließlich die Rolle auf der Bank einzunehmen?

Jein. Wenn es von den Schmerzen her gegangen wäre, hätte ich sicherlich noch gespielt, aber so habe ich mich damit abgefunden. Im Endeffekt will ich spätestens in einem Jahr nur noch von der Bank aus was machen. Von daher ist es, glaube ich, ein guter Übergang, wenn man erst einmal beides macht und irgendwann den Abschluss findet.

Dann heißt das im Umkehrschluss, dass Sie versuchen kommende Saison wieder  zu spielen?

Wenn es alles in der Vorbereitung klappt und man schmerzfrei ist, glaube ich schon, dass ich noch ein Jahr ranhänge. Ich habe mit unserem Manager (Rainer Klaar, Anmerkung d. Redaktion) gesprochen, der auch gesagt hat: „Mensch Usi, ein Jahr musst du noch mal spielen. In der Hinrunde hat’s einfach besser geklappt.“ Ich muss schauen: Entweder helfe ich den Jungs auf dem Platz mehr – wenn ich fit bin natürlich – , oder es machen andere Jungs besser. Das muss man abwägen.

Welche Lehren haben Sie von der Bank aus gesehen aus dieser Saison gezogen? Wo wollen Sie in der kommenden Vorbereitung die Hebel ansetzen, damit Sie auf der Bank ruhiger bleiben können?

Ich glaube nicht, dass wir nächstes Jahr in der gleichen Formation spielen werden – auch wenn es gut geklappt hat (mit Ausnahme jetzt der letzten Spiele). Das hängt auch von dem Personal ab. Wichtig ist, dass wir im Defensivbereich stabiler werden und in allen Mannschaftsteilen besser gegen den Ball arbeiten. Wir haben einfach zu viele Gegentore kassiert. Mal abgesehen von dem 1:13 oder dem 0:7 hat man auch davor im Schnitt fast zwei bis drei Gegentore pro Spiel bekommen. So viel kann man auch nicht immer selber schießen.

Welchen Einfluss nehmen Sie selber darauf, welche Neuzugänge kommen?

Ich kenne sehr viele Spieler. Mein Netzwerk ist sehr groß und ich bin ein Typ, mit dem man auskommen kann. Auch wenn man vor zwei Jahren mit einem Spieler gesprochen hat und es hat nicht geklappt, bleibt man trotzdem in Kontakt. Die Fußballwelt ist einfach klein. Ich bin einer, der immer hinterher ist und nachfragt, weil ich selber den Erfolg haben will. Dementsprechend wollen wir nächstes Jahr stärker aufgestellt sein. Deshalb bin ich immer da hinterher und viel am Telefonieren. Es würde nichts bringen, wenn Rainer irgendwelche Spieler holt, die ich nicht kenne. Deswegen überlässt er mir auch diese Arbeit und wenn die Spielergespräche dann da sind, machen wir das zusammen. Als Trainer macht man eben nicht Pause – außer wenn wir jetzt die fünf Tage nach Malle fliegen. Dann kann ich wirklich mal vom Fußball abschalten.

Fernab von der Landesliga beginnt in zehn Tagen die Fußball-Weltmeisterschaft. Gucken Sie Spiele und planen Sie Ihren Tagesablauf danach?

Wenn ich es schaffe, gucke ich fast jedes Spiel – selbst wenn eine afrikanische Mannschaft gegen irgendjemanden spielt. – Quelle: www.shz.de/20024527 ©2018

Aktuelle News

Platzsperren in der Sommerpause

Wilhelmstr. - 22.5. - 6.7.

Ramskamp 2 -8.6. - 3.8.

Ramskamp 1-9.7. - 24.8.

Pokal

1. Runde

Spfr. Pinneberg - FCE  Herren 0:3

2. Runde

SV Lieth -FC Elmshorn   3:5 n.E.

3. Runde

Freilos

Neues vom HFV
Ergebniseingabe
Vereinsspielplan
Sponsoren
  • Holz Junge

  • Marktkauf

  • mbe

  • Kremer Glismann

  • Nordhausen

  • Stadtwerke Elmshorn

  • Pape-Rahn

  • FTSV Sportheim

  • KS Autoglas

  • Wittorf

  • Autohaus

  • EBE

„Als Trainer musst du auch mal lauter werden”

Dennis Usadel vom FC Elmshorn spricht zum Abschluss der Saison über die Unterschiede seiner Rollen auf und neben dem Platz.

Begonnen hat Dennis Usadel seine erste Saison beim FC Elmshorn als Spieler, beendet hat er sie als Trainer in der Nachfolge von Lars Lühmann. Usadel führte den Fußball-Landesligisten auf Tabellenrang neun. Trotz anhaltender Beschwerden mit der Achillessehne will er die Buffer noch nicht endgültig an den Nagel hängen, verriet der 38-Jährige im Interview zum Saisonende.

Als Spieler sind Sie auf dem Platz meist die Ruhe selbst gewesen, als der Trainer auf der Bank oft auf 180. Woher kommen diese Unterschiede im Verhalten?

Dennis Usadel: Ich glaube, als Trainer hast du eine andere Funktion und siehst das Spiel auch anders. Das sind verschiedene Positionen, wo du als Trainer den Jungs einfach nur helfen willst. Und da muss man von draußen eben auch mal lauter sein, sonst erreichst du keinen, es sei denn, du sprichst jemanden persönlich und direkt an.

Also gab es öfter den Drang, am liebsten wieder selbst die Buffer zu schnüren und mitzuspielen?

Ja, klar. Von außen kannst du eben wenig einwirken. Wenn du einen Fehler siehst und denkst: Das kannst du doch so oder so machen. Nicht, dass ich alles perfekt mache, aber du siehst es anders.

War es schwer für Sie, über einen großen Teil der Saison ausschließlich die Rolle auf der Bank einzunehmen?

Jein. Wenn es von den Schmerzen her gegangen wäre, hätte ich sicherlich noch gespielt, aber so habe ich mich damit abgefunden. Im Endeffekt will ich spätestens in einem Jahr nur noch von der Bank aus was machen. Von daher ist es, glaube ich, ein guter Übergang, wenn man erst einmal beides macht und irgendwann den Abschluss findet.

Dann heißt das im Umkehrschluss, dass Sie versuchen kommende Saison wieder  zu spielen?

Wenn es alles in der Vorbereitung klappt und man schmerzfrei ist, glaube ich schon, dass ich noch ein Jahr ranhänge. Ich habe mit unserem Manager (Rainer Klaar, Anmerkung d. Redaktion) gesprochen, der auch gesagt hat: „Mensch Usi, ein Jahr musst du noch mal spielen. In der Hinrunde hat’s einfach besser geklappt.“ Ich muss schauen: Entweder helfe ich den Jungs auf dem Platz mehr – wenn ich fit bin natürlich – , oder es machen andere Jungs besser. Das muss man abwägen.

Welche Lehren haben Sie von der Bank aus gesehen aus dieser Saison gezogen? Wo wollen Sie in der kommenden Vorbereitung die Hebel ansetzen, damit Sie auf der Bank ruhiger bleiben können?

Ich glaube nicht, dass wir nächstes Jahr in der gleichen Formation spielen werden – auch wenn es gut geklappt hat (mit Ausnahme jetzt der letzten Spiele). Das hängt auch von dem Personal ab. Wichtig ist, dass wir im Defensivbereich stabiler werden und in allen Mannschaftsteilen besser gegen den Ball arbeiten. Wir haben einfach zu viele Gegentore kassiert. Mal abgesehen von dem 1:13 oder dem 0:7 hat man auch davor im Schnitt fast zwei bis drei Gegentore pro Spiel bekommen. So viel kann man auch nicht immer selber schießen.

Welchen Einfluss nehmen Sie selber darauf, welche Neuzugänge kommen?

Ich kenne sehr viele Spieler. Mein Netzwerk ist sehr groß und ich bin ein Typ, mit dem man auskommen kann. Auch wenn man vor zwei Jahren mit einem Spieler gesprochen hat und es hat nicht geklappt, bleibt man trotzdem in Kontakt. Die Fußballwelt ist einfach klein. Ich bin einer, der immer hinterher ist und nachfragt, weil ich selber den Erfolg haben will. Dementsprechend wollen wir nächstes Jahr stärker aufgestellt sein. Deshalb bin ich immer da hinterher und viel am Telefonieren. Es würde nichts bringen, wenn Rainer irgendwelche Spieler holt, die ich nicht kenne. Deswegen überlässt er mir auch diese Arbeit und wenn die Spielergespräche dann da sind, machen wir das zusammen. Als Trainer macht man eben nicht Pause – außer wenn wir jetzt die fünf Tage nach Malle fliegen. Dann kann ich wirklich mal vom Fußball abschalten.

Fernab von der Landesliga beginnt in zehn Tagen die Fußball-Weltmeisterschaft. Gucken Sie Spiele und planen Sie Ihren Tagesablauf danach?

Wenn ich es schaffe, gucke ich fast jedes Spiel – selbst wenn eine afrikanische Mannschaft gegen irgendjemanden spielt. – Quelle: www.shz.de/20024527 ©2018

Stadionzeitung

 

zum Archiv

  

Aktuelle News

Platzsperren in der Sommerpause

Wilhelmstr. - 22.5. - 6.7.

Ramskamp 2 -8.6. - 3.8.

Ramskamp 1-9.7. - 24.8.

Pokal

1. Runde

Spfr. Pinneberg - FCE  Herren 0:3

2. Runde

SV Lieth -FC Elmshorn   3:5 n.E.

3. Runde

Freilos

Neues vom HFV
Ergebniseingabe
Vereinsspielplan
Sponsoren
  • Holz Junge

  • Marktkauf

  • mbe

  • Kremer Glismann

  • Nordhausen

  • Stadtwerke Elmshorn

  • Pape-Rahn

  • FTSV Sportheim

  • KS Autoglas

  • Wittorf

  • Autohaus

  • EBE

„Als Trainer musst du auch mal lauter werden”

Dennis Usadel vom FC Elmshorn spricht zum Abschluss der Saison über die Unterschiede seiner Rollen auf und neben dem Platz.

Begonnen hat Dennis Usadel seine erste Saison beim FC Elmshorn als Spieler, beendet hat er sie als Trainer in der Nachfolge von Lars Lühmann. Usadel führte den Fußball-Landesligisten auf Tabellenrang neun. Trotz anhaltender Beschwerden mit der Achillessehne will er die Buffer noch nicht endgültig an den Nagel hängen, verriet der 38-Jährige im Interview zum Saisonende.

Als Spieler sind Sie auf dem Platz meist die Ruhe selbst gewesen, als der Trainer auf der Bank oft auf 180. Woher kommen diese Unterschiede im Verhalten?

Dennis Usadel: Ich glaube, als Trainer hast du eine andere Funktion und siehst das Spiel auch anders. Das sind verschiedene Positionen, wo du als Trainer den Jungs einfach nur helfen willst. Und da muss man von draußen eben auch mal lauter sein, sonst erreichst du keinen, es sei denn, du sprichst jemanden persönlich und direkt an.

Also gab es öfter den Drang, am liebsten wieder selbst die Buffer zu schnüren und mitzuspielen?

Ja, klar. Von außen kannst du eben wenig einwirken. Wenn du einen Fehler siehst und denkst: Das kannst du doch so oder so machen. Nicht, dass ich alles perfekt mache, aber du siehst es anders.

War es schwer für Sie, über einen großen Teil der Saison ausschließlich die Rolle auf der Bank einzunehmen?

Jein. Wenn es von den Schmerzen her gegangen wäre, hätte ich sicherlich noch gespielt, aber so habe ich mich damit abgefunden. Im Endeffekt will ich spätestens in einem Jahr nur noch von der Bank aus was machen. Von daher ist es, glaube ich, ein guter Übergang, wenn man erst einmal beides macht und irgendwann den Abschluss findet.

Dann heißt das im Umkehrschluss, dass Sie versuchen kommende Saison wieder  zu spielen?

Wenn es alles in der Vorbereitung klappt und man schmerzfrei ist, glaube ich schon, dass ich noch ein Jahr ranhänge. Ich habe mit unserem Manager (Rainer Klaar, Anmerkung d. Redaktion) gesprochen, der auch gesagt hat: „Mensch Usi, ein Jahr musst du noch mal spielen. In der Hinrunde hat’s einfach besser geklappt.“ Ich muss schauen: Entweder helfe ich den Jungs auf dem Platz mehr – wenn ich fit bin natürlich – , oder es machen andere Jungs besser. Das muss man abwägen.

Welche Lehren haben Sie von der Bank aus gesehen aus dieser Saison gezogen? Wo wollen Sie in der kommenden Vorbereitung die Hebel ansetzen, damit Sie auf der Bank ruhiger bleiben können?

Ich glaube nicht, dass wir nächstes Jahr in der gleichen Formation spielen werden – auch wenn es gut geklappt hat (mit Ausnahme jetzt der letzten Spiele). Das hängt auch von dem Personal ab. Wichtig ist, dass wir im Defensivbereich stabiler werden und in allen Mannschaftsteilen besser gegen den Ball arbeiten. Wir haben einfach zu viele Gegentore kassiert. Mal abgesehen von dem 1:13 oder dem 0:7 hat man auch davor im Schnitt fast zwei bis drei Gegentore pro Spiel bekommen. So viel kann man auch nicht immer selber schießen.

Welchen Einfluss nehmen Sie selber darauf, welche Neuzugänge kommen?

Ich kenne sehr viele Spieler. Mein Netzwerk ist sehr groß und ich bin ein Typ, mit dem man auskommen kann. Auch wenn man vor zwei Jahren mit einem Spieler gesprochen hat und es hat nicht geklappt, bleibt man trotzdem in Kontakt. Die Fußballwelt ist einfach klein. Ich bin einer, der immer hinterher ist und nachfragt, weil ich selber den Erfolg haben will. Dementsprechend wollen wir nächstes Jahr stärker aufgestellt sein. Deshalb bin ich immer da hinterher und viel am Telefonieren. Es würde nichts bringen, wenn Rainer irgendwelche Spieler holt, die ich nicht kenne. Deswegen überlässt er mir auch diese Arbeit und wenn die Spielergespräche dann da sind, machen wir das zusammen. Als Trainer macht man eben nicht Pause – außer wenn wir jetzt die fünf Tage nach Malle fliegen. Dann kann ich wirklich mal vom Fußball abschalten.

Fernab von der Landesliga beginnt in zehn Tagen die Fußball-Weltmeisterschaft. Gucken Sie Spiele und planen Sie Ihren Tagesablauf danach?

Wenn ich es schaffe, gucke ich fast jedes Spiel – selbst wenn eine afrikanische Mannschaft gegen irgendjemanden spielt. – Quelle: www.shz.de/20024527 ©2018

Aktuelle News

Platzsperren in der Sommerpause

Wilhelmstr. - 22.5. - 6.7.

Ramskamp 2 -8.6. - 3.8.

Ramskamp 1-9.7. - 24.8.

Pokal

1. Runde

Spfr. Pinneberg - FCE  Herren 0:3

2. Runde

SV Lieth -FC Elmshorn   3:5 n.E.

3. Runde

Freilos

Neues vom HFV
Ergebniseingabe
Vereinsspielplan
Sponsoren
  • Holz Junge

  • Marktkauf

  • mbe

  • Kremer Glismann

  • Nordhausen

  • Stadtwerke Elmshorn

  • Pape-Rahn

  • FTSV Sportheim

  • KS Autoglas

  • Wittorf

  • Autohaus

  • EBE