Der Betreuer als Identifikationsfigur

Fussball-Landesliga Uwe Wölm und sein gemischtes Fazit der Saison / Waskow und Just verlassen die Wilhelmstraße

Wenn es auf der Bank des FC Elmshorn in der vergangenen Saison mal ein wenig lauter geworden ist, dann war es zumeist die Stimme von Uwe Wölm, die über den Platz schallte. Trainer Lars Lühmann ist – rein äußerlich – ein eher ruhiger Vertreter seiner Zunft, der seine Aufgaben sachlich angeht, und natürlich qua Amt während der Partien und auch in der Vorbereitung das alleinige Sagen hat. Die sportlichen Qualitäten des Itzehoers stellt an der Wilhelmstraße trotz des unbefriedigenden elften Platzes in der Landesliga-Abschlusstabelle niemand ernsthaft in Frage. Wölm, Betreuer und Verantwortlicher für die Sportliche Organisation, erst recht nicht. Aber es gibt eben auch die Ebene darunter, das Soziale und Zwischenmenschliche. Und da sieht sich Uwe Wölm durchaus in der Pflicht. „In der Kabine sage ich schon, was mir nicht passt. Da kann ich auch mal laut werden, und das wissen die Jungs auch“, so der 61-Jährige, der im Verein schon diverse Aufgaben innehatte und aktuell auch als Beisitzer dem Vorstand angehört. Eine gewisse Ordnung in der Kabine ist für ihn unerlässlich. „Ich weiß nicht, ob die Jungs zu Hause ihre Klamotten überall liegen lassen, aber bei mir gibt es das nicht“, stellt der gemütlich wirkende Mann mit der hohen Stirn klar und verweist darauf, dass der Verein viel für die Spieler tue, mehr als viele andere Klubs. Es gebe Getränke; man wasche nicht nur die Trikots, sondern auch die Trainingssachen. Wölm: „Dann kann man auch verlangen, dass mit den Sachen vernünftig umgegangen wird.“ So wie es in der Kabine, das legt Wölms Ausbruch nahe, nicht immer 100prozentig tipptopp aussah, so war es auch auf dem Platz. Das Saisonziel des einstelligen Tabellenplatzes – intern war Rang fünf bis acht ausgegeben worden – haben die Grünen verfehlt. Ein starkes Zwischenhoch war umgeben von Schwächephasen. Die erste davon stand am Anfang, da der Kader erst Ende August vollzählig an Bord war. „Am Ende war es überhaupt nicht befriedigend“, sagt Wölm, da die Elf in der Schlussphase vier Niederlagen in Folge kassierte. Warum das so war, ist Wölm noch immer ein Rätsel. „Potenzial war wesentlich mehr in der Mannschaft“, sagt er auch jetzt – wie Lühmann oder Manager Rainer Klaar auch schon unter der Saison öfter. Abgerufen hat sie ihr Können aber oft nur, wenn es gegen die vermeintlich Großen ging: 1:1 gegen den nachträglich in die Oberliga aufgestiegenen Hamburger SV III, die beiden Dreier gegen den starken Aufsteiger Union Tornesch oder das 6:0 als höchster Saisonsieg über den Tabellensiebten Inter Hamburg seien genannt. Dem standen teilweise unerklärlich hohe Pleiten gegen die Absteiger Germania Schnelsen und SC Victoria II (jeweils 1:7) gegenüber. Das brachte die Elmshorner zwischendurch bedrohlich in die Nähe der Abstiegszone.

„Gegen die unteren Regionen haben wir immer schlecht ausgesehen“, so Wölm, der nach dem zwischenzeitlichen Abgang von Wojciech Krauze Ende September einen Spielmacher vermisste. In diese Rolle hatte der Pole nach seiner Rückkehr im Frühling 2017 nicht wieder anknüpfen können. Trotzdem lässt Uwe Wölm auf Lars Lühmann nichts kommen. „Ansagen und Ansprache war immer o.  k.“, betont der Elmshorner. Der Kontrakt mit dem Übungsleiter war früh verlängert worden. Auch das restliche Funktionsteam mit Torwarttrainer Jörg Schwanz, Klaar, Wölm und Toni Gerdau als zweiten Betreuer bleibt. Anders sieht es beim spielenden Personal aus. Nach Madjid Albry (VfL Pinneberg), Dennis Malysz (zurück zum Heidgrabener SV) sowie Tim Weber und Sebastian Meyer (angeblich bei TuRa Harksheide im Gespräch) haben auch Rico Just und Maximilian Waskow ihren Abschied angekündigt. Sie spielen künftig bei Klubs an ihren Studienorten Braunschweig (Just) und Flensburg (Waskow). „Das sind Abgänge, die echt wehtun“, räumt Wölm ein, der wie viele im Verein auf diese „Elmshorner Jungs“ als Identifikationsfiguren gesetzt hat. Diese zu ersetzen wird schwer, weiß der Mann, der ob seiner langen Tätigkeit für den FCE seit dessen Gründung mittlerweile selbst eine Art Identifikationsfigur ist. Aber eben eine, die sportlich (zumeist) hinter dem Trainer zurücksteckt.  EN vom 02.06.2017

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Der Betreuer als Identifikationsfigur

Fussball-Landesliga Uwe Wölm und sein gemischtes Fazit der Saison / Waskow und Just verlassen die Wilhelmstraße

Wenn es auf der Bank des FC Elmshorn in der vergangenen Saison mal ein wenig lauter geworden ist, dann war es zumeist die Stimme von Uwe Wölm, die über den Platz schallte. Trainer Lars Lühmann ist – rein äußerlich – ein eher ruhiger Vertreter seiner Zunft, der seine Aufgaben sachlich angeht, und natürlich qua Amt während der Partien und auch in der Vorbereitung das alleinige Sagen hat. Die sportlichen Qualitäten des Itzehoers stellt an der Wilhelmstraße trotz des unbefriedigenden elften Platzes in der Landesliga-Abschlusstabelle niemand ernsthaft in Frage. Wölm, Betreuer und Verantwortlicher für die Sportliche Organisation, erst recht nicht. Aber es gibt eben auch die Ebene darunter, das Soziale und Zwischenmenschliche. Und da sieht sich Uwe Wölm durchaus in der Pflicht. „In der Kabine sage ich schon, was mir nicht passt. Da kann ich auch mal laut werden, und das wissen die Jungs auch“, so der 61-Jährige, der im Verein schon diverse Aufgaben innehatte und aktuell auch als Beisitzer dem Vorstand angehört. Eine gewisse Ordnung in der Kabine ist für ihn unerlässlich. „Ich weiß nicht, ob die Jungs zu Hause ihre Klamotten überall liegen lassen, aber bei mir gibt es das nicht“, stellt der gemütlich wirkende Mann mit der hohen Stirn klar und verweist darauf, dass der Verein viel für die Spieler tue, mehr als viele andere Klubs. Es gebe Getränke; man wasche nicht nur die Trikots, sondern auch die Trainingssachen. Wölm: „Dann kann man auch verlangen, dass mit den Sachen vernünftig umgegangen wird.“ So wie es in der Kabine, das legt Wölms Ausbruch nahe, nicht immer 100prozentig tipptopp aussah, so war es auch auf dem Platz. Das Saisonziel des einstelligen Tabellenplatzes – intern war Rang fünf bis acht ausgegeben worden – haben die Grünen verfehlt. Ein starkes Zwischenhoch war umgeben von Schwächephasen. Die erste davon stand am Anfang, da der Kader erst Ende August vollzählig an Bord war. „Am Ende war es überhaupt nicht befriedigend“, sagt Wölm, da die Elf in der Schlussphase vier Niederlagen in Folge kassierte. Warum das so war, ist Wölm noch immer ein Rätsel. „Potenzial war wesentlich mehr in der Mannschaft“, sagt er auch jetzt – wie Lühmann oder Manager Rainer Klaar auch schon unter der Saison öfter. Abgerufen hat sie ihr Können aber oft nur, wenn es gegen die vermeintlich Großen ging: 1:1 gegen den nachträglich in die Oberliga aufgestiegenen Hamburger SV III, die beiden Dreier gegen den starken Aufsteiger Union Tornesch oder das 6:0 als höchster Saisonsieg über den Tabellensiebten Inter Hamburg seien genannt. Dem standen teilweise unerklärlich hohe Pleiten gegen die Absteiger Germania Schnelsen und SC Victoria II (jeweils 1:7) gegenüber. Das brachte die Elmshorner zwischendurch bedrohlich in die Nähe der Abstiegszone.

„Gegen die unteren Regionen haben wir immer schlecht ausgesehen“, so Wölm, der nach dem zwischenzeitlichen Abgang von Wojciech Krauze Ende September einen Spielmacher vermisste. In diese Rolle hatte der Pole nach seiner Rückkehr im Frühling 2017 nicht wieder anknüpfen können. Trotzdem lässt Uwe Wölm auf Lars Lühmann nichts kommen. „Ansagen und Ansprache war immer o.  k.“, betont der Elmshorner. Der Kontrakt mit dem Übungsleiter war früh verlängert worden. Auch das restliche Funktionsteam mit Torwarttrainer Jörg Schwanz, Klaar, Wölm und Toni Gerdau als zweiten Betreuer bleibt. Anders sieht es beim spielenden Personal aus. Nach Madjid Albry (VfL Pinneberg), Dennis Malysz (zurück zum Heidgrabener SV) sowie Tim Weber und Sebastian Meyer (angeblich bei TuRa Harksheide im Gespräch) haben auch Rico Just und Maximilian Waskow ihren Abschied angekündigt. Sie spielen künftig bei Klubs an ihren Studienorten Braunschweig (Just) und Flensburg (Waskow). „Das sind Abgänge, die echt wehtun“, räumt Wölm ein, der wie viele im Verein auf diese „Elmshorner Jungs“ als Identifikationsfiguren gesetzt hat. Diese zu ersetzen wird schwer, weiß der Mann, der ob seiner langen Tätigkeit für den FCE seit dessen Gründung mittlerweile selbst eine Art Identifikationsfigur ist. Aber eben eine, die sportlich (zumeist) hinter dem Trainer zurücksteckt.  EN vom 02.06.2017

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Wenn es auf der Bank des FC Elmshorn in der vergangenen Saison mal ein wenig lauter geworden ist, dann war es zumeist die Stimme von Uwe Wölm, die über den Platz schallte. Trainer Lars Lühmann ist – rein äußerlich – ein eher ruhiger Vertreter seiner Zunft, der seine Aufgaben sachlich angeht, und natürlich qua Amt während der Partien und auch in der Vorbereitung das alleinige Sagen hat. Die sportlichen Qualitäten des Itzehoers stellt an der Wilhelmstraße trotz des unbefriedigenden elften Platzes in der Landesliga-Abschlusstabelle niemand ernsthaft in Frage. Wölm, Betreuer und Verantwortlicher für die Sportliche Organisation, erst recht nicht. Aber es gibt eben auch die Ebene darunter, das Soziale und Zwischenmenschliche. Und da sieht sich Uwe Wölm durchaus in der Pflicht. „In der Kabine sage ich schon, was mir nicht passt. Da kann ich auch mal laut werden, und das wissen die Jungs auch“, so der 61-Jährige, der im Verein schon diverse Aufgaben innehatte und aktuell auch als Beisitzer dem Vorstand angehört. Eine gewisse Ordnung in der Kabine ist für ihn unerlässlich. „Ich weiß nicht, ob die Jungs zu Hause ihre Klamotten überall liegen lassen, aber bei mir gibt es das nicht“, stellt der gemütlich wirkende Mann mit der hohen Stirn klar und verweist darauf, dass der Verein viel für die Spieler tue, mehr als viele andere Klubs. Es gebe Getränke; man wasche nicht nur die Trikots, sondern auch die Trainingssachen. Wölm: „Dann kann man auch verlangen, dass mit den Sachen vernünftig umgegangen wird.“ So wie es in der Kabine, das legt Wölms Ausbruch nahe, nicht immer 100prozentig tipptopp aussah, so war es auch auf dem Platz. Das Saisonziel des einstelligen Tabellenplatzes – intern war Rang fünf bis acht ausgegeben worden – haben die Grünen verfehlt. Ein starkes Zwischenhoch war umgeben von Schwächephasen. Die erste davon stand am Anfang, da der Kader erst Ende August vollzählig an Bord war. „Am Ende war es überhaupt nicht befriedigend“, sagt Wölm, da die Elf in der Schlussphase vier Niederlagen in Folge kassierte. Warum das so war, ist Wölm noch immer ein Rätsel. „Potenzial war wesentlich mehr in der Mannschaft“, sagt er auch jetzt – wie Lühmann oder Manager Rainer Klaar auch schon unter der Saison öfter. Abgerufen hat sie ihr Können aber oft nur, wenn es gegen die vermeintlich Großen ging: 1:1 gegen den nachträglich in die Oberliga aufgestiegenen Hamburger SV III, die beiden Dreier gegen den starken Aufsteiger Union Tornesch oder das 6:0 als höchster Saisonsieg über den Tabellensiebten Inter Hamburg seien genannt. Dem standen teilweise unerklärlich hohe Pleiten gegen die Absteiger Germania Schnelsen und SC Victoria II (jeweils 1:7) gegenüber. Das brachte die Elmshorner zwischendurch bedrohlich in die Nähe der Abstiegszone.

„Gegen die unteren Regionen haben wir immer schlecht ausgesehen“, so Wölm, der nach dem zwischenzeitlichen Abgang von Wojciech Krauze Ende September einen Spielmacher vermisste. In diese Rolle hatte der Pole nach seiner Rückkehr im Frühling 2017 nicht wieder anknüpfen können. Trotzdem lässt Uwe Wölm auf Lars Lühmann nichts kommen. „Ansagen und Ansprache war immer o.  k.“, betont der Elmshorner. Der Kontrakt mit dem Übungsleiter war früh verlängert worden. Auch das restliche Funktionsteam mit Torwarttrainer Jörg Schwanz, Klaar, Wölm und Toni Gerdau als zweiten Betreuer bleibt. Anders sieht es beim spielenden Personal aus. Nach Madjid Albry (VfL Pinneberg), Dennis Malysz (zurück zum Heidgrabener SV) sowie Tim Weber und Sebastian Meyer (angeblich bei TuRa Harksheide im Gespräch) haben auch Rico Just und Maximilian Waskow ihren Abschied angekündigt. Sie spielen künftig bei Klubs an ihren Studienorten Braunschweig (Just) und Flensburg (Waskow). „Das sind Abgänge, die echt wehtun“, räumt Wölm ein, der wie viele im Verein auf diese „Elmshorner Jungs“ als Identifikationsfiguren gesetzt hat. Diese zu ersetzen wird schwer, weiß der Mann, der ob seiner langen Tätigkeit für den FCE seit dessen Gründung mittlerweile selbst eine Art Identifikationsfigur ist. Aber eben eine, die sportlich (zumeist) hinter dem Trainer zurücksteckt.  EN vom 02.06.2017

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